Luxus im Alltag – ein Gespräch mit Philipp Hehmann

Ausgabe Q4 – 2025

Gold Communications Magazin

Was bedeutet Luxus, wenn man ihn nicht über große Gesten definiert, sondern über Momente? Philipp Hehmann, Gründer von Street & Gentle und Mitgründer der Duftmarke Casa Far Niente, spricht über bewusste Morgenrituale, seinen Wandel vom Streetstyle zu „Quiet Luxury“ und darüber, warum ein guter Duft für ihn genauso zum Auftreten gehört wie ein passendes Outfit.

Er erzählt, was für ihn wirklich guten Service ausmacht, wieso ihn italienische Lebensart zu einer eigenen Parfümmarke inspiriert hat und welche kleinen Gesten für ihn den modernen Gentleman definieren.

Im Interview gibt er Einblicke in seine Haltung zu Stil, Authentizität und den feinen Details, die am Ende den Unterschied machen.

GC: Philipp, was bedeutet für dich „Luxus im Alltag“?

Philipp: Den Morgen mit meiner Partnerin zu starten. Sie mit ihrem Cappuccino, ich mit meinem Espresso und dabei bewusst nicht aufs Handy zu schauen. Das ist mein „Little Luxury“ am Start in den Tag. Außerdem Zeit mit Familie oder meinem Patenkind, bei der ich alles um mich herum vergesse. Und natürlich besondere Erlebnisse, wie Aufenthalte in Hotels mit makellosem Service, durchdachtem Design und dieser Wärme, die dich nicht nur wie einen Gast, sondern fast wie ein Familienmitglied behandelt.

GC: Welche Rolle spielt der Service in den Hotels für dich, wenn es um klassischeren Luxus geht?

Philipp: Für mich ist ein Hotel dann richtig luxuriös, wenn ich mich rundum abgeholt fühle. Service auf höchstem Niveau, stylishes Design und jedes Detail sitzt einfach. Ich liebe diese Aufmerksamkeit, wenn ich morgens schon mit dem Namen begrüßt werde und jedes Bedürfnis einem quasi von den Augen abgelesen wird. Das sind Momente, wo ich sage: Das ist absoluter Luxus. Gerade diese Mischung aus Ästhetik und persönlicher Wärme bleibt einfach hängen.

GC: Wenn du auf die Anfänge von Street & Gentle zurückblickst – was hat sich an deinem Stil verändert?

Philipp: Als ich angefangen habe, war Instagram in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Damals trug ich Skinny Jeans, zerrissene Hosen und viel plakative Mode. Mit den Jahren und auch mit meinem eigenen Erwachsenwerden, hat sich das zu einem eleganteren, zeitlosen Stil entwickelt. Weniger Logos, mehr „Quiet Luxury“. Luxus für die, die es erkennen. Streetstyle mag ich noch immer, aber eben in einer ganz anderen, erwachseneren Form.

GC: Was ist dir bei der Auswahl von Markenkooperationen besonders wichtig?

Philipp: Für mich steht Authentizität an erster Stelle. Ich frage mich immer: Würde ich das privat auch nutzen oder kaufen? Wenn nicht, dann lehne ich die Kooperation direkt ab. Und das merken auch meine Follower, sie sollen spüren, dass ich wirklich dahinterstehe. Ich mache lieber langfristig mit Marken gemeinsame Sache, damit die Leute einen echten Bezug aufbauen können, anstatt eine platte Produktplatzierung hinterherzuwerfen. Das schätzen auch die Marken.

GC: Was macht für dich den modernen Gentleman aus?

Philipp: Ein Gentleman zu sein, hat nichts mit einem Anzug zu tun, sondern ist eine Einstellung. Es geht darum, Menschen um sich herum wohlfühlen zu lassen. Authentisch zu sein, sich selbstbewusst zu geben, aufmerksam zuzuhören, respektvoll aufzutreten. Kleine Gesten zählen wie zum Beispiel einer Frau die Tür aufhalten, jemandem in die Augen schauen, einen festen Händedruck geben. Dazu gehört auch ein Sinn für Genuss: ein guter Duft, ein Espresso am Morgen, ein Outfit, das sitzt, und die Liebe zum Detail.

GC: Duft scheint für dich ein wichtiges Detail im Auftreten zu sein. War das auch der Antrieb, deine eigene Marke Casa Far Niente zu gründen?

Philipp: Absolut. Für mich gehört ein Duft genauso zur Visitenkarte eines Gentlemans wie ein gutes Outfit oder gepflegte Schuhe. Schon mein Opa hatte immer Lavendel in seinem Sakko, dieser Sinn für Duft ist bei mir hängen geblieben. Casa Far Niente habe ich mit zwei Freunden gegründet, weil wir das Gefühl hatten, dass im Nischenparfüm-Bereich oft nur sehr künstlerische oder androgyn-abstrakte Düfte existieren. Uns fehlte eine Marke, die Luxus mit Leichtigkeit verbindet, tragbar und stilvoll ist, aber dennoch immer ein Augenzwinkern behält. Inspiriert von italienischer Lebensart steht Casa Far Niente für die kleinen Genüsse des Lebens.

GC: Wie bist du auf den Namen eurer Duftmarke „Casa Far Niente“ gekommen?

Philipp: Wir wollten einen Namen, der dieses italienische Lebensgefühl – Leichtigkeit, Genuss, das Schöne zelebrieren – transportiert und trotzdem verspielt bleibt. „Casa“ steht für Zuhause, Wärme und Stil, während „Far Niente“ das süße Nichtstun beschreibt. Es geht einfach darum, das Schöne zu genießen und das Leben mit einem Augenzwinkern zu nehmen.

GC: Du hast im Verlauf unseres Gesprächs eine „Modern Gentleman Checkliste“ erwähnt. Magst du die teilen?

Philipp: Klar, das sind für mich die Basics, auf die es ankommt.

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