MYLE – Ein Wochenende zwischen Opening Night, Deutschlandpremiere & Mobility-Community
Als offizieller Medienpartner durften wir das MYLE Festival 2026 nicht nur redaktionell begleiten, sondern über ein ganzes Wochenende hinweg selbst Teil eines der größten Mobility-Events Süddeutschlands werden. Vom 13. bis 14. Juni verwandelte sich die Motorworld München erneut in einen Treffpunkt für Hersteller, Händler, Manufakturen, Content Creator und Luxus Automobilbegeisterte aus ganz Europa. Neben Interviews mit internationalen Marken, Unternehmen und Ausstellern, wurde unser Aufenthalt durch Networking mit Partnern aus der Luxusbranche um Eindrücke, die sich abseits der offiziellen Programmpunkte ergaben ergänzt.
Die MYLE verbindet Mobilität und Innovation mit einer exklusiven Community und hat sich damit als feste Größe im europäischen Veranstaltungskalender etabliert. Mit mehr als 50.000 Besuchern, über 75 vertretenen Marken, mehr als 2.000 Testfahrten sowie über 50 Helikopterrundflügen zählt das Format zu den größten Veranstaltungen seiner Art in Süddeutschland. Ebenso vertreten waren namhafte Hersteller und Manufakturen von Lamborghini, Bentley und Porsche über BRABUS, Novitec und ABT Sportsline bis hin zu Tesla sowie der Community des Supercar Owners Circle.

Die Myle Opening Night
Den Auftakt bildete für uns die MYLE Opening Night am Freitagabend, zu der wir in den Drivers & Business Club Germany eingeladen waren. Das Format war 2026 neu im Programm und brachte Aussteller, Partner, Creator und geladene Gäste vor dem offiziellen Festivalstart in einem exklusiven Rahmen zusammen. Über den Abend hinweg ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Branchenentscheidern und internationalen Partnern. Den unbestrittenen Höhepunkt des Abends – und zugleich des gesamten Wochenendes – bildete jedoch die Deutschlandpremiere des BRABUS BODO.
Vor Ort hatten wir die Gelegenheit, ein Interview im exklusiven Rhamen zwischen Constantin Buschmann, CEO von BRABUS, und Omid Mouazzen zu begleiten. Beide gaben uns Einblicke in die Entstehung des BRABUS BODO, die Einbindung von Storytelling als auch die gestalterische Handschrift hinter diesem Projekt. Des Weiteren ging es in die Tiefe bezüglich der Positionierung beider Persönlichkeiten im Internet und dem Wandel von Luxus.
Besonders spannend war, im Hinblick auf die Fahrzeugvorstellung, der Hintergrund des Namens: BODO ist eine Hommage an BRABUS-Gründer Bodo Buschmann, der 2018 verstarb und über Jahrzehnte hinweg von genau diesem Automobil gesprochen hatte. Der Leitgedanke der Entwicklung war entsprechend deutlich formuliert – das Fahrzeug sollte so aussehen, wie Bodo Buschmann selbst heute ein perfektes Automobil konfigurieren würde, und exakt nach dieser Vorgabe wurde es umgesetzt. Entstanden ist ein High Performance Gran Turismo Coupé, dessen Karosserie vollständig aus Carbon im aufwendigen Pre-preg-Verfahren gefertigt wird. Bei fünf Metern Länge, zwei Metern Breite und 1,30 Metern Höhe bringt der BODO ein Trockengewicht von lediglich 1.774 Kilogramm auf die Waage, limitiert auf 77 Exemplare als bewusster Verweis auf das Gründungsjahr 1977.

Auf dem Festival
Nach der Premiere am Freitagabend war der BODO auch am Samstag und Sonntag auf dem Festivalgelände zu sehen und zog dort erwartungsgemäß zahlreiche Besucher an. Die präzise abgestimmten Abläufe sorgten dafür, dass die Veranstaltung trotz ihrer Größenordnung durchgehend entspannt und selbstverständlich wirkte, so dass Fachpublikum und interessierte Besucher gleichermaßen ihren Platz fanden.
In die Tiefe zum Thema Luxuskarosserien und -Ausstattungen, ging es im Gespräch mit Black Fox Motors, einem in München ansässigen Anbieter für exklusive Fahrzeuge und individuelle Veredelung. Das Unternehmen ist offizieller Carlex-Partner und arbeitet darüber hinaus mit renommierten Manufakturen wie NOVITEC und BRABUS zusammen. Im Mittelpunkt des Interviews stand die Frage, wie aus einem Serienfahrzeug ein Einzelstück wird, und wie viel handwerklicher Aufwand tatsächlich hinter einer solchen Umsetzung steckt.
Als Interview-Fahrzeug diente ein Mercedes-AMG G 63 mit Carlex-Veredelung, der intern auf den Namen Mrs. Smith hört und gemeinsam mit seinem Gegenstück Mr. Smith ein aufeinander abgestimmtes Duo bildet. Der Wagen zeigt sich in einer rosafarbenen Lackierung, ergänzt durch Chrom- und weiße Akzente, die sich vom Exterieur bis in den Innenraum konsequent fortsetzen. Es geht dabei um haargenaue Maßschneiderungen und Umbauten nach Kundenwunsch, durch die einzigartige Unikate entstehen. Ein Blickfang, der auf dem Festivalgelände entsprechend viel Aufmerksamkeit auf sich zog.

Ebenso aufschlussreich war der Blick auf das Geschäftsmodell dahinter. Black Fox beschafft seltene Fahrzeugmodelle über internationale Netzwerke und kann sie dadurch teilweise deutlich schneller verfügbar machen, als es über den regulären Weg möglich wäre – die üblichen Wartezeiten der Hersteller entfallen. Anschließend erfolgt der Umbau individuell nach den Vorstellungen des Kunden, bis am Ende ein Unikat steht. Während einzelne Projekte dieser Art die Marke von einer Million Euro deutlich überschreiten, liegt das von uns begleitete Fahrzeug bei knapp 480.000 Euro.
Safety first
Ein Thema, das auf einem Festival dieser Größenordnung leicht übersehen wird, rückte anschließend im Gespräch mit der Lions Group in den Mittelpunkt: die Frage, wie sich Fahrzeuge dieser Preisklasse überhaupt versichern lassen. Der auf Spezialrisiken ausgerichtete Versicherungsmakler deckt neben hochwertigen Automobilen auch Yachten und Helikopter ab.
„Wir versichern seit jeher hochwertige Fahrzeuge, Yachten und Helikopter, und wir freuen uns, heute hier in München zu sein“, erklärte uns Jens von der Lions Group – im Gepäck ein Ferrari mit einem Marktwert von 2,2 Millionen Euro.
An diesem Punkt beginnt das eigentliche Thema. „Es ist schwierig, solche Fahrzeuge zu versichern“, so Jens, denn bei Werten in dieser Größenordnung steigen klassische Anbieter regelmäßig aus. Entsprechend braucht es spezialisierte Versicherer und Makler, die derartige Deckungen überhaupt darstellen können. Der Vorteil für den Kunden liegt dabei nicht allein in der Absicherung selbst, sondern ebenso in der Geschwindigkeit, mit der sich eine Police ohne lange Rückfragen umsetzen lässt. Hinzu kommt ein Bedingungswerk, das sich deutlich von Standardverträgen unterscheidet – schlicht, weil die Eigentümer solcher Fahrzeuge entsprechend hohe Ansprüche stellen.
Besonders spannend war für uns außerdem die Frage, wie man in ein derart spezielles Segment überhaupt hineinwächst. „Unser Gründer ist in der Nische gestartet. Er hat gesehen, dort ist ein blinder Fleck, und den hat er jetzt seit über 20 Jahren bedient“, erzählte uns Jens. Aus dieser Beobachtung ist ein Anbieter geworden, der sich nach eigenen Angaben von Deutschland bis in die Schweiz einen Namen gemacht hat, und ein gutes Beispiel dafür ist, wie viel unternehmerischer Spielraum in Bereichen liegt, die auf den ersten Blick kaum jemand auf dem Schirm hat.

Drivers & Business Club Munich
Der Drivers & Business Club Germany ist ein privater Members Club für Liebhaber historischer Automobile, exotischer Sportwagen, exklusiver Sammlerfahrzeuge und Motorräder und in dieser Form der erste und bislang einzige Club seiner Art in Deutschland. Seinen Sitz hat er in der Lilienthalallee im Münchner Norden, unmittelbar neben der Motorworld München, wodurch beide Standorte nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich eng miteinander verbunden sind.
Das Clubhaus selbst ist dabei mindestens so sehenswert wie die Fahrzeuge, die dort ein- und ausfahren. Untergebracht ist der Club auf einem rund 4.000 Quadratmeter großen Areal in einem Gebäudeensemble im industriellen Bauhausstil aus dem Jahr 1925, zu dem unter anderem die denkmalgeschützte Lokhalle gehört. Ergänzt wird das Ambiente durch zahlreiche Konferenz- und Veranstaltungsräume, die den Club weit über das klassische Clubleben hinaus nutzbar machen.
Genau diese Kombination macht den Standort zu einer festen Größe in der Münchner Automobilszene. Über 100 Veranstaltungen im Jahr, Mitglieder aus rund 20 Nationen sowie mehr als 200 Partnerclubs weltweit sorgen für ein starkes internationales Netzwerk, in dem Automobilbegeisterung und unternehmerischer Austausch selbstverständlich zusammengehören. Dass die MYLE Opening Night 2026 hier stattfand, war entsprechend eine naheliegende Wahl.

Plattform und Pop-up Zukunft
Was die MYLE im Kern ausmacht, lässt sich am ehesten mit dem Begriff Plattform beschreiben. Das zeigt sich zunächst an der Vielfalt der vertretenen Marken, die von etablierten Herstellern und traditionsreichen Manufakturen bis hin zu innovativen Newcomern reicht, die man auf dem Markt in dieser Form noch nicht kennt. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass sich neben den erwartbaren Blickfängen immer wieder Entdeckungen ergeben, und dass junge Marken eine Bühne erhalten, die ihnen auf klassischen Messen in dieser Sichtbarkeit kaum zur Verfügung steht.
Ebenso prägend ist die Kombination aus Messe, Festival sowie Networking- und Lifestyle-Event. Ergänzt wurde das Programm durch Masterclasses zu unterschiedlichsten Themen rund um Mobilität, durch Talks und Panels auf der MYLE Stage, durch Testfahrten sowie durch zahlreiche Live-Erlebnisse über beide Tage hinweg. Im Zentrum steht dabei konsequent die Community und nicht die reine Produktpräsentation – ein Ansatz, der die MYLE deutlich von einer klassischen Automobilmesse unterscheidet. Besucher verweilen über viele Stunden, kommen mit Unternehmern und Kreativen ins Gespräch und erleben Automobilkultur weit über das Exponat hinaus.
Der Blick nach vorn fällt entsprechend ambitioniert aus. Neben München ist die MYLE bereits mit einer eigenen Ausgabe in Zürich vertreten, die im Areal The Valley in Kemptthal stattfindet und für 2027 in der MOTORWORLD Zurich Region geplant ist. Hinzu kommen angedachte Pop-up-Konzepte, mit denen sich das Format auch abseits der großen Festivaltermine erlebbar machen lässt, sowie Frankfurt als möglicher weiterer Standort. Genau diese Expansion unterstreicht, dass die MYLE längst nicht mehr als einzelne Veranstaltung, sondern als wachsendes Format gedacht wird.
Für uns als Medienpartner war es das Ziel, neue Anreize in der Luxusautomobil- & Veredelungsbranche zu finden und unseren Lesern das junge Konzept dieses Festivals als auch Marktspezifische Einblicke zu ermöglichen.

Weitere Einblicke in internationale Fashion-Events, Designer-Interviews und besondere Luxus-Inszenierungen finden Sie in unseren weiteren Artikeln.
